Gentest am Embryo: Wird der Mensch zum Schöpfer? (Tacheles auf Phoenix)
Die technischen Möglichkeiten sind weit entwickelt: Durch einen Gentest im Labor können Embryonen auf Erbschäden untersucht und gesunde ausgewählt werden. Ob das in Deutschland erlaubt werden soll, entscheidet der Bundestag. Im Vorfeld dieser Entscheidung diskutierten bei Tacheles — Talk am roten Tisch in der Marktkirche in Hannover: Bischof Martin Hein aus Kassel, Jeanne Nicklas-Faust von der Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung, Edelgard Bulmahn (SPD), die sich für eine begrenzte Freigabe der Tests im Bundestag einsetzt, der Reproduktionsmediziner Matthias Bloechle und Barbara Grüten, die sich der umstrittenen Diagnostik im Ausland unterzog. Tacheles-Moderator Jan Dieckmann fragt: Gentest am Embryo — wird der Mensch zum Schöpfer?
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Hessen – Bad Vilbel – Acht Monate nach dem Fund einer Babyleiche im hessischen Bad Vilbel sucht die Polizei noch immer nach der Mutter des Kindes. Nachdem eine DNA Reihenuntersuchung im November 2010 keinen Erfolg gebracht hatte, wurden nun weitere 1.500 Frauen zu einem Massen-Gentest eingeladen. Die Polizei vermutet, dass die Mutter aus Bad Vilbel stammt. Bereits im vergangenen November waren 1.500 Frauen auf freiwilliger Basis eingeladen worden. Etwa 100 Frauen erschienen bislang nicht bei der Polizei und werden derzeit noch von Ermittlern aufgesucht. Die abgegebenen DNA der erschienen Frauen sind fast alle untersucht. Hierbei waren alle Vergleiche negativ. In den folgenden Wochen ergab sich nicht die erhoffte “heiße” Spur. Daher starteten die Ermittler eine “zweite Phase” und wollen damit die Mutter der kleinen Magdalene finden. Zu dieser “zweiten Phase” wurden – für heute und morgen – ungefähr wieder 1500 Frauen in das 2. OG des Feuerwehrstützpunktes in Bad Vilbel eingeladen. Die Bad Vilbeler Frauen sind etwa 25 bis 35 Jahre alt. Der Säugling wurde am 27. Mai 2010 von einem Fahrradfahrer in einem blauen Müllsack am Ufer der Nidda gefunden. Ermittlungen ergaben, dass der weibliche Säugling etwa in der 32. bis 36. Schwangerschaftswoche geboren wurde. Laut Polizei war das Baby nach der Geburt lebensfähig und starb eines unnatürlichen Todes. Eindeutige Erstickungszeichen wurden festgestellt. Spezialisten der Kriminalpolizei hatten am Leichnam DNA-Muster der Mutter …
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